Port-Security
Sonntag, 2. November 2008 15:19
Offene Switchports bedeuten uneingeschränkten Netzwerk-Zugriff für jeden Eindringling der sich direkten Zugang zum Switch verschaffen kann.
In kleinen Netzwerken kann man dieser Lücke leicht vorbeugen. Port-Security heißt hier das Zauberwort.
Für größere Netzwerke ist diese doch etwas umständliche und unflexible Variante der Zugriffseinschränkung nicht zu empfehlen. Hier empfiehlt sich der Einsatz von MAC Authentication Bypass (MAB, IEEE 802.1X). Mehr dazu in einem anderen Beitrag.
Port-Security macht nichts anderes als den Zugang zu einem Switchport auf OSI-Schicht 2 (Data Link Layer) zu kontrollieren - die MAC-Adresse.
Dem Switchport werden eine oder mehrere MAC-Adressen fest zugewiesen. Ankommende Pakete mit einer Source-MAC die einer der hinterlegten MACs übereinstimmt darf passieren. Bei MAC-Adressen die nicht übereinstimmen kann man das Paket ignorieren (Drop) oder den Port sperren.
Es gibt 2 Möglichkeiten einen Switchport mit Port-Security auszustatten:
- Dynamisch lernen
- Feste MAC
Zunächst muss auf einem Switchport die Portsecurity aktiviert werden:
interface fastEthernet 0/10
switchport port-security
Wenn der Port eine MAC dynamisch lernen soll:
switchport port-security mac-address sticky
Sobald der Port eine MAC-Adresse gelernt hat sehen wir in der running-config folgendes:
switchport port-security mac-address sticky 1234.1234.1234
Wenn wir eine MAC-Adresse fest an den Port binden möchten:
switchport port-security mac-address 1234.1234.1234
Und für den Fall das wir mehr als eine MAC fest an den Port binden möchten müssen wir ein Maximum festlegen:
switchport port-security maximum 132
Wenn wir die MAC von einem neuen Gerät nicht kennen können wir den Port zunächst auf Sticky setzen, die MAC auslesen und anschließend fest “einbrennen”.
Damit wäre der Port schonmal konfiguriert. Fehlen nocht die Reglen was passiert wenn die hinterlegte MAC nicht mit der des angeschlossenen Gerätes übereinstimmt. Hier gibt es bei Cisco 3 Möglichkeiten:
- Shutdown (Default)
- Restrict (ignoriert die betreffenden Pakete und zählt einen Counter hoch)
- Protect (ignoriert die betreffenden Pakete, zählt jedoch keinen Counter hoch)
switchport port-security violation [protect | restrict | shutdown]
Bei einem Shutdown müssten wir den Port manuell mit no shutdown wieder aktivieren. Um diese lästige Arbeit zu automatisieren aktivieren wir noch ein Error-Disable:
errdisable recovery cause psecure-violation
errdisable recovery interval 30
Bei einer Port-Security Verletzung und einem Shutdown des betreffenden Ports wird dieser nun alle 30 Sekunden wieder neu aktiviert.
Sobald eine Violation aufkommt setzt der Switch eine Syslogmeldung an die eingetragenen Logging-Server ab. Diese kann ausgewertet werden und wir bekommen es mit wenn eine Violation auftritt
Download: Port-Security Beispiele
Thema: Cisco | Kommentare (0)
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